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1430 wurde der erste Kupferstich im Deutschen Raum nachgewiesen. Das druckende Bild wird mit einem Spanabhebend in eine Kupferplatte geritzt, dadurch entstehen Vertiefungen. Diese Vertiefungen nehmen die Farbe auf und werden unter Druck über eine Kupferpresse an das Papier weitergegeben. Es entstand im Verlauf der Jahre eine Variante zum reinen Kupferstich. Durch das Ätzen der Kupferplatten konnte man sie immer wieder abschleifen und wieder verwenden, bis die Kupferschicht aufgebraucht war. Im Jahre 1783 hat Thomas Bell das Patent für eine Stofftiefdruckmaschine erworben, die im mehrfarbigen Druck eingesetzt werden kann. Jacob Persink entwarf 1820 in Amerika das Stahlstich Verfahren und setzte es ein, um Banknoten zu drucken. Man konnte jedoch nicht die Farbtiefe erreichen wie beim Kupferstich. Durch die Erfindung von Joseph Niécephore Niepce, konnte man erstmals in Frankreich Fotografien drucken mit dem Heliographie Verfahren. Mit speziell beschichtetem Asphalt der Lichtempfindlich ist und polierten Zinnplatten konnte er erstmals Fotoaufnahmen machen. Die Belichtungszeit lag bei ca. Acht Stunden. Da der Asphalt bei Licht Einwirkung hart wird löst der sich somit nicht von der Zinnplatte. Mit Lavendelöl löste er die unbeschichteten Teile ab. Anschliessend legte er die Zinnplatte in ein Jodbad, die Dämpfe schwärzten die freigelegten Stellen der Platte. So funktionierte das Tiefdrucken mit Fotografien. Aus dieser Technik entwickelte sich der Rakeltiefdruck. 1886 wandert Karl Klietsch nach England aus und kommt dort in Kontakt mit Samuel Fawcett, einem Chemigraphen der Firma Storey Brothers in Lancaster, der auf einer Kattun-tiefdruckmaschine experimentiert, um den Tiefdruck auf Papier zu entwickeln. Klietsch wird Mitarbeiter der Firma Storey Brothers. Um 1890 erfand er den Rakeltiefdruck der das ganze Druckverfahren revolutionierte. 1895 gründen Klietsch und Fawcett für die Storey Brothers die Rembrandt Intaglio Printed Company in Lancaster, um Kunstblätter im Rastertiefdruck herzustellen, die als preisgünstige Heliogravure auf dem Markt erscheinen. Gedruckt wird auf rotativen Kattuntiefdruckmaschinen. Verwendet werden Kreuzraster mit 60 und 70 Linien/Zoll. Dass mit Zylindern statt von Platten gedruckt wird, kann man über zehn Jahre geheim halten. Auch intern wurde nur von Platten geredet, nicht von Zylindern. Dadurch konnte man vermeiden das jegliche Informationen nach aussen gelangen konnten. Nach dem Klietsch nach Wien zurück kehrt wird er von den Storey Brothers als Teilhaber aufgenommen, wahrscheinlich um damit zu verhindern, dass er sein Geheimnis an andere Druckereien verkauft. Das Verfahren wird von der Rembrandt Company so geheim gehalten, dass man auf Patentanmeldungen verzichten konnte. Zur Vortäuschung von teuren Heliogravuren und zur Irreführung der Konkurrenz werden die im Rollentiefdruck erstellten Kunstblätter nachträglich mit Prägerändern versehen. Klietsch beschäftigte sich vor allem mit Problemen des Tiefdrucks, die er in vielen Versuchen perfektionierte. Gelernt hat er die Technik während seiner Arbeiten in lithographischen Werkstätten und Fotoateliers. Klietsch wurde auch als Karikaturist, Verleger und Maler bekannt. 1920 gibt es bereits 80-100 Tiefdruckereien, die den modernen Tiefdruck ausübten. Die größten Druckereien besitzen dabei, ohne die Bogenmaschinen, bis zu zwölf Rollentiefdruckmaschinen.Man kann von einer stürmischen Einführung des Tiefdruckverfahrens reden. 1926, in den USA entwickelt Ernst S. Ballard das Verfahren der Verkupferung der Tiefdruckformzylinder welches man nach dem Ausdrucken eine Ballard Haut abziehen kann, dies verkürzt die Herstellung der Formzylinder. Adolf Weiss entwickelt ein vollgepacktes Farbwerk das die flüchtigen Farben des Tiefdruckes frisch hält, tagelang. Dies wird als die größte Revolution im Druckmaschinenbau bezeichnet. Die Kupferzylinder werden erstmals verchromt um die Ätzung der Zylinder über eine hohe Auflage hinweg standzuhalten. 1960 erfindet Dr. Rudolf Hell den Helio Klischograph für dich elektromechanische Gravur von Tiefdruckzylindern. 1985 wird die Bahnbreiten grenze von 3m überschritten mittlerweile werden auch Geschwindigkeiten von 14 m/s erreicht was den Rollenoffsetdruck bei weitem überschreitet. 2005, Nach immer größeren Bahnbreiten in den Rollentiefdruckmaschinen ist man bei einer Bahnbreite von 4,32 m angelangt und einer Druckgeschwindigkeit von 16 m/s.

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