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Afrika heute - ISME 5C 2011/Gruppe 1: Herausforderungen und Chancen für die Politik

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Informationen zur politischen Bildung, Nr. 303/2009, 6-31

Gruppenmitglieder: Larissa, Clemens, Caroline, Kimon

Unterthema 1


Folgen kolonialer Grenzziehung




Ende des 19. Jahrhunderts wurden die, bis heute zum grössten Teil anerkannten, Grenzen durch die europäischen Kolonialherren gezogen.


Anstelle der bis dahin gültigen vielfältigen politischen Systeme, trat der territoriale Verwaltungsstaat als alleingültiger staatlicher Organisationsmodelltrat


.


Die Granzziehung nahm weder Rücksicht auf historisch gewachsene Gegebenheiten noch auf bestehende Handelsruten. Durch die Grenzziehung wurden Grossfamilien in unterschiedliche Sprach- und Verwaltungsgebiete unterteilt, sowie Freunde getrennt und Feinde vereint.


Bis zum 2. Weltkrieg fehlte es den Kolonialmächten jedoch an Durchsetzungsvermögen, um die Mobilität der Menschen merklich zu begrenzen. Daher darf die koloniale Grenzziehung nicht als Hauptursache der heutigen Konflikte angesehen werden.




Erst in der Dekolonisationszeit wuchs der Stellenwert der Grenzen. Die Aufteilung der Ressourcen, sowie das Interesse der verschiedenen politischen Clans an der Macht, führten zu Spannungen und Kriegen. Als Hauptursache der heutigen Konflikte wird die Schwäche der postkolonialen Staaten genannt. Die von den Kolonialmächten gezogenen Grenzen, werden zwar oft als Vorwand für Kriege genutzt, sind aber nicht als wirklichen Grund der Konflikte anzusehen.





Unterthema 2


Ressourcenreichtum




Natürliche Ressourcen sind die grösste Einnahmequelle in Afrika. Neben Kaffee und Tee gehören v.a. nicht erneuerbare Rohstoffquellen, wie z.B. Erdöl, Diamanten, Erze, Kohle und Erdgas zu den wichtigsten Exportgütern. Erdölproduktion konzentriert sich im Norden, mit Ausläufern nach Westafrika und in den Süden. Vorkommen nichtfossiler Energieträger wie Diamanten und Metalle sind überwiegend im westlichen Afrika, Zentralafrika und v.a. im südlichen Afrika zu finden.

Staaten wie Südafrika und Kongo verfügen über stark diversifizierte Rohstoffvorkommen, andere, wie Sambia oder Botswana sind ähnlich abhängig von einem einzigen Rohstoff, wie die meisten Erdöl produzierenden Staaten.

Der Rohstoffreichtum Afrikas ist auf den ersten Blick ein grosser Vorteil. Mit den Erlösen können Infrastruktur, Gesundheitswesen gefördert und die Armut bekämpft werden.

Dieser Rohstoffreichtum ist aber eine zwiespältige Angelegenheit. Obwohl man meinen könnte, es würde durchwegs der Wirtschaft nützen, kann das Gegenteil der Fall sein. Hohe Einnahmen führen zur Vernachlässigung anderer Wirtschaftssektoren und plötzliche Preiseinbrüche der Rohstoffe führen schnell zu einer Schuldenfalle. Ausserdem ist Korruption ein weit verbreitetes Problem des Ressourcensektors. Oft wird den Menschenrechten und Demokratie geschadet, indem die Regierungen meinen, angesichts der fliessenden Geldern aus Rohstoffexporten, ihren Bürgern keine Rechenschaft schuldig zu sein. Auch die Menschenrechtspolitik der westlichen Länder bleibt merkwürdig zurückhaltend gegenüber Ländern die über Erdöl verfügen. Oft unterstützen diese auch Konfliktparteien in Kriegen, um Zugang zu den Ressourcen zu erlangen. Selbst wenn bei den Konfliktursachen die Ressourcen nicht im Vordergrund stehen, können lukrative Rohstoffe die Konflikte verlängern.

Ob natürliche Ressourcen Segen oder Fluch sind hängt von vielen Faktoren ab. Ungünstig ist die Lage besonders dann wenn im Land schon vor der Rohstoffförderung Spannungen zwischen Regionen und ethnischen Gruppen, ein fragiler Staat und eine schwache Regierungsführung bestehen.

Am wichtigsten erscheint aber der Umgang durch die jeweilig Herrschenden. Wenn die Einnahmen fair und verantwortungsvoll verwendet werden, können gesellschaftliche Spannungen vermieden werden. Besonders wichtig erscheint hier die Transparenz des internationalen Ressourcenmanagements, um Konflikte zu mindern sowie die Verschwendung von Ressourcen einzudämmen. Im Diamantensektor versucht man seit 2002 erfolgreich den Handel mit Blutdiamanten zu unterbinden. Weitere Anstrengungen versuchen weltweit die Transparenz im Rohstoffsektor zu verbessern.

Machtlos blieben externe Bemühungen im Tschad. Ein Modell zur entwicklungsorientierten Verwendung der Erdöleinnahmen scheiterte bereits nach wenigen Jahren, nachdem die Regierung es von Anfang an hintertrieben hatte. Man befürchtet zudem, dass die wachsende Konkurrenz um die Rohstoffe Afrikas durch westliche Staaten und China all diese Ansätze zunichte machen könnten.

Unterthema 3



p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 12.0px Verdana}Medien und Zivilgesellschaft.



In Afrika spielte für die mündige Zivilgesellschaft die Medien eine wichtige Rolle ein.

Die Forderung nach freien Medien kamen vor allem von antikolonialen Befreiungsbewegungen.

Dem geschriebenen Wort wurde in Arnika traditionellerweise mehr Glauben geschenkt, alltägliche Informationen wurden mündlich überliefert.



Nach der Unabhängigkeitsbewegung dienten Zeitungen, Radio zur Verbreitung der staatlichen Sicht und waren vor allem einem elitären Bevölkerungsteil zugedacht. Interessante News und Alltagsinformationen wurden weiterhin mündlich überliefert.

die inländischen Medien vertraten die Sicht des Staates und mündlich überlieferte Information dienten dazu aktuelle politische Geschehnisse kritisch zu Hinterfragen. Einzig Die ausländischen Medien griffen dieses Informationen auch auf und dienten der Bevölkerung bis heute als wichtige Informationsquelle.



Die Demokratisierung ging einher mit der Gründung freier Medien. Aber in Afrika gibt es viele Möglichkeiten die freie Meinungsbildung repressive und ökonomische Massnahmen zu unterdrücken.

Freie Medien lassen sich meistens nur durch private, vermögende Einzelpersonen finanzieren. Diese wiederum lassen sich leicht instrumentialisieren und werden oft anfällig für Manipulation oder werden bewusst für diesen Zweck genützt.

Das Radio dient ebenfalls als eines der wichtigsten Medien. Durch das Radio werden grosse Bevölkerungsteile erreicht. Aber auch die Radiosender sind staatlich eingeschränkt.

Ausländische Sender wie BBC sind für die freie Berichterstattung sehr wichtig und geniessen eine höhere Glaubwürdigkeit wie lokalen Medien. Auch dienen die freien Radiosender bei der Überwachungen der Wahlen und können als Werkzeug gegen Wahlfälschung eingesetzt werden. Dieses Werkzeug zeigt aber auch die Macht dieser Medien, beispielsweise als bei den Wahlen in Kenia Ende 2007 als bekanntgewordenen Ergebnisse komplett der Siegeserklärung des amtierenden Präsidenten widersprachen. Massive Unruhen und zahlreichen Todesopfern waren die Folge.

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