Fandom

Mini-Wikia

Grundschulpädagogik/Sport/Sportbiologie

< Grundschulpädagogik | Sport

1.771Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Begriffsanalyse

  • Literaturempfehlung
    • Autorenkollektiv; Lehrerausbildung Sport Klasse 1-4
    • Weineck; optimales Training & Sportbiologie
    • Weineck; Lehrbuch Sportförderunterricht
  • Biologie ist die Lehre vom Leben des Menschen
  • Sportbiologie ist die Lehre vom Leben des Menschen im Handlungsfeld Sport
  • Grundsätzliche Zusammenhänge zwischen dem Vollzug sportlichen Handlung und deren Wirkung auf den menschlichen Organismus
  • in der Sportwissenschaft gehört di Sportbiologie zur Sportmedizin
  • Sportwissenschaft hat sich erst in den 60er Jahren aus der Medizin herausgebildet
  • Sportbiologie muss die Begründung für Sportdidaktik dienen
  • die Sportbiologie hilft uns den Sportunterricht aus anatomischen und pysiologischen Gesichtspunkten zu beleuchten
  • Was ist Sport: Sportliche Handlungen sind frei gesetzte Bewegungshandlungen, die sich von den zweckhaften Bestimmungen der Alltags- und Arbeitswelt abheben. Solche Handlungen sind nicht zwecklos, unterliegen aber nicht den tradierten Nützlichkeitserwägungen.
  • Manifestationsformen
    • Breitensport
    • Schulsport
    • Gesundheitssport
    • Leistungssport
    • Hochleistungssport
  • Zielbereiche
    • soziale Interaktion
    • Bewegungsfreude
    • Verbesserung der Leistungsfähigkeit (gesundheitliche oder sportliche Perspektive)
  • Aktionsformen
    • Üben: Eine systematische Wiederholung gezielter Bewegungsabläufe zum Zwecke der Leistungssteigerung ohne morphologisch fassbare Veränderung.

Trainieren: Ist die systematische Wiederholung gezielter, überschwelliger Muskelanspannungen mit morphologischen und funktionellen Anpassungserscheinungen zum Zwecke der Leistungssteigerung. Wettkämpfen

Biologische Adaptionen in Sport

  • Adaptation: Anpassung

Begriffsbestimmung

  • der Körper ist fähig zur Anpassung
  • Sportbiologische Def.: morphologische und funktionelle Modifikation des Organismus als Reaktion auf innere oder äußere Anforderung
    • Organische Form ⇆ Funktion
    • Vorraussetzung: Beherrschen von Bewegungsfertigkeiten (Laufen, Gehen, Springen, Fangen, Rollen, Werfen, Treffen)
    • Adaptationen können zurückgehen, die Fertigkeit nicht
  • Adaptabilität: Anpassungsfähigkeit
    • unterschiedliche Reizverarbeitung trotz gleicher Belastungen auf den Körper
    • genetisch bedingt (Genotyp - Gesamtheit genetische Informationen, Maximum an genetischen Potential)
  • Phänotyp: die Merkmalsausprägung die in der konkreten Umwelt-Organismus-Auseinandersetzung tatsächlich zur Ausbildung gelangt
  • sensible Phasen: Solche Zeitabschnitte im Altersgang in denen man besonders emfänglich ist
    • koordinative Fähigkeiten in Besonderen im Grundschulalter

Ebenen der biologischen Adaptation

  • genetische Adaptation
    • über Generationen hinweg ändert sich das genetische Programm
  • extragenetische Adaptation (Genotyp)
    • epigenetische Anpassungen
      • die Anpassung die ich durch Sport erreichen will
      • sind länger anhaltend und bleiben stabil
      • Bsp.: Hypertrophie (Verdickung), Hyperplasie (Vermehrung)
    • metabole Anpassungen
      • kurzfristige Reaktion des Körpers, die bei Entlastung wieder nachlässt
      • Bsp: Erwärmung
      • können bei häufiger Anwendung zur epigenetischen werden
      • epigenetische Anpassungen beeinflussen den Grad der Wirkung von metabolen Anpassungen

der Prozess der Adaptation

  • Homäostase
    • Fließgleichgewicht im menschlichen Organismus (Schlaf)
    • katabole (abbauende) und anabole (aufbauend) Prozesse sind im Gleichgewicht
  • Heterostase
    • Störung der Homäostase
    • durch sportliche Belastung zwingt den Körper zu katabolen Prozessen (überschwelliger Reiz)
    • Belastung → Erholung → Überkompensation

Aspekte der Adapation

  • anatomisch-physiologische Aspekt
    • morphologischer oder funktioneller Art
  • belastungsphysiologische Aspekt
    • biopositive Anpassungen (Verbesseung der Leistungsfähigkeit)
    • bionegative Anpassungen (Belastungen die zu Erkrankungen führen können)
  • zeitlicher Aspekt
    • rasch adaptierende Systeme (Muskulatur)
    • mäßig adaptierende Systeme (maximale Sauerstoffaufnahme)
    • langsam adaptierende Systeme (Halte- und Stützapparat)
  • Spezifik der Anpassung
    • spezifische Anpassung(die, die ich anstreben will)
    • unspezifische Anpassung
      • Nebeneffekte (begleitend, in Folge...)
  • tätigkeitsspezifischer Aspekt
    • spezielle Adaptationen (sportartspezifisch)
    • allgemeine Adaptationen (sportartenübergreifende Anpassungen)
  • Adaptationsfolge
    • bei fehlender Belastung entsteht ein Anpassungsverlust
    • Deadaptation: Adaptationsverlust (Abtrainieren)
    • Readaptationen: nach Pausen werden die Belastungsreize neu gesetzt (Verletzung)

Einflussfaktoren der Adaptation

  • endogene Faktoren
    • Alter (sensible Phasen)
    • Geschlecht (Männer haben eine höhere Anpassungsfähigkeit [Testosteronspiegel])
    • Trainingszustand (je höher der Trainingszustand, desto geringen die Adaptation)
    • liegen im Handelnden selbst
  • exogenen Faktoren
    • sind von außen bestimmt
    • Belastungsnormative
      • helfen den Lehrer dabei die Qualität und die Quantität der Belastungen zu bestimmen
      • Belastungsintensität (
        • Stärke der Belastung
        • richtet sich nach der Leistungsfähigkeit
        • maximale Belastungsintensität bei 90% und mehr
        • submaximale Belastungsintensität bei 70% und mehr
        • mittlere Belastungsintensität bei 50% und mehr
        • keine Belastungsintensität bei 50% und weniger
      • Belastungsdauer
        • zeitliche Dauer eines Belastungsreizes
        • z.B. 15m laufen
      • Belastungsumfang
        • Summe aller Einzelreize
        • z.B. 10 Läufe
      • Belastungsdichte
        • Wechsel von Belastung und Erholung
        • z.B. 1 Serie von 5 Läufe, dann Erholung, dann wieder 5 Läufe, pro Lauf ein lohnende Pause (Meterzahl*5=Pausensekunden)
      • Art der Körperübung
        • Übungen auswählen, die alle Kinder ausführen können

Der passive Bewegunggsapperat

Einordnung und Funktion

  • Binde und Stützgewebe (passive Bewegungsapperat)
    • Funktion des passiven Bewegungsapperats (Schutz, Bewegung, Stütze, Speicher)

Gewebearten

Zellreiches Binde- und Stützgewebe

  • embryonales Binde- und Stützgewebe (Grundgewebe, aus dem sich alle anderen entwickeln)
  • retikuläres Binde- und Stützgewebe
    • Netzwerk von Zellen
    • Fähig zur Phagozythose
    • Sport kann Zellen bilden, die zur Phagozythose fähig sind
  • Fettgewebe
    • Baufett (Schutzfunktion, Polstert ab, bleibt konstant)
    • Speicherfett
      • Wasserspeicher
      • Wärmeregulation
      • gibt dem Körper seine äußere Form
      • kann im Sport als Energieträger dienen (nach 25 bis 30 Minuten)

Faserreiches Binde- und Stützgewebe

  • lockeres BSG (amöbuid)
  • elastisches BSG (Blutgefäße)
  • straffes BSG (Sehnen, Bänder, Gelenkkapsel)
    • Zusammensatzung: Kollagenfasern
    • hohe Festigkeit
    • Verbindung von Muskeln und Knochen
    • bei sportliche Betätigung vermehren sich die Kollagenfasern
      • Vergrößerung des Sehnenquerschnitts, dadurch eine höhere Zugfestigkeit
      • langsamer Aufbauprozess (langsam adaptierend)
      • reagiert weniger auf maximal eher auf länger andauernde Belastung

Grundsubstanzreiches BSG

  • Knorpel
    • bläulich, weiß, verformbar
    • dort zu finden wo es nicht auf Festigkeit sondern eher auf Verformbarkeit ankommt
    • hat etwa 1/10 der Festigkeit eines Knochens
    • Kn. kann glatte Oberflächen bilden
    • kann in Gelenkflächen die Reibung vermindern
    • hyalin
      • befindet sich im Gelenkflächenüberzug (Gelenkknorpel)
      • metabole Adaptation wirk sich auf den Gelenkknorpel aus
    • elastisch (Ohrmuschel, Nasengerüst)
    • fasrig
      • ist in besonders kompliziert aufgebauten Gelenken zu finden (Meniskus, Bandscheiben)
      • zur stoßfesten Füllungen von Gelenken
      • durch sportliche Betätung vermehren sich diese Knorpelzellen
      • kann zu Schädigung durch Fehlbelastungen führen
  • Knochen
    • 245 Knochen
    • muss hart und elastisch sein
    • organisches Gewebe (27%)
      • sichert die Elastizität
    • anorganischer Bestandteil (Knochenerde, 52%)
      • für die Härte zuständig
    • Wasser (21%)
      • Ver- und Entsorgung des Knochen
    • bei Kindern eher Richtung organische Bestandteile verschoben
    • Ossifikation: Im Laufe der Entwicklung wird der Knochen härter
    • kompakte Substanz
    • schwammige Substanz
    • Knochenhaut (Periost)
    • Knochenbälkchenstruktur
    • Anpassungen am Knochengeweben
      • Verdickung der Knochenhaut
      • Kortikalishypertrophie (Verdickung der kompakten Substanz)
      • Spongiosahypertophie (Knochenbälkchenstruktur verstärkt sich)
      • Verstärken der Knochenversprüngen /-fortsätze
    • in der Grundschule
      • eher dynamische Belastungen
      • Vermeiden von Maximalkraftbelastung

das Gelenk

  • bewegliche Verbindungsstücke zwischen Knochen
  • Bestandteile eines Gelenks
    • zwei Knochenenden (Gelenkkopf, Gelenkpfanne)
    • Gelenkknorpel
    • Gelenkschmiere (Synovia, hoher Flüssigkeitsanteil)
    • Gelenkkapsel
    • Bänder (Sichern das Gelenk)
    • Minisken
  • Anpassungserscheinungen
    • siehe einzelne Gewebearten

das Skelett

  • Schädel
  • Rumpf
    • Wirbelsäule
      • sichert die Statik des Menschen
      • Krümmung der WS ist für die Menschen notwendig
        • Halslordose, Brustkyphose, Lendenlordose
      • Hals
    • Rippen, Schultergürtel, Becken
  • Gliedmaßen
  • Grundschule
    • Körperproportionen bedingen ein gutes Kraft-/Lastverhältnis
    • Formgebung: Halslordose und Brustkyphose bereits ausgebildet
    • ist sehr Anfällig für Schädigung (Druckbelastungen)

Der aktive Bewegungsapparat - Muskeln

  • fähig zur Kontraktion
    • sich zusammenziehen

Muskelarten

  • glatte Muskulatur
    • Darm- und Gefäßmuskulatur
  • Herzmuskulatur
  • Quergestreifte Muskulatur
    • fähig zur schnellen und kräftigen Muskelkontraktion
    • schnell ermüdend
    • willkürlich
    • größtes Organsystem (35% - 40%)
    • 400 einzelne Muskeln

Aufbau des Skelettmuskels

  • Ansatz und Ursprung (Enden des Muskeln in Form der Sehne)
  • Fascie Muskelbinde (straffes Bindegewebe)
  • Muskelfaciculus (Muskelbündel)
    • besteht aus Muskelfasern (Muskelzelle)
      • bestehen aus Myofibrillen
        • bestehen aus Myofilamenten (Aktin und Myosin)
    • sammeln Informationen über den Dehnungszustand des Muskels (Muskelspindeln).

Muskelkontraktion

  • Impulsgebung zur Kontraktion
    • Reiz der vom Nervensystem zum Muskel geleitet wird
    • Verbindungsstelle zwischen Nervensystem und Muskelgewebe ist die motorische Endplatte (besteht aus myoneuralen Synapsen)
    • eine Nervenzelle geht immer mit mehreren Muskelfasern eine Verbindung ein (motorische Einheit)
  • Mechanik der Kontraktion
    • Information wird bis zu den Eiweisstrukturen geleitet
    • Myosinköpfchen dockt an, fällt um und löst sich wieder

Prozesse der Energiegewinnung

  • chemische Energie notwendig
  • hauptsächliche Energieträger ist ATP (Adenosintriphosphat)
  • ATP wird durch Muskelkontraktion zu ADP + P und Energie
  • ATP- Resynthese
    • KP + ADP → ATP + Kreatin
    • Glucose → 2 ATP + Milchsäure (anaerob)
    • Glucose → ATP + CO2 + H2O (aerob)

Fasertypen des Muskels

  • ST-Fasern (slow twitch langsam kontrahierend)
  • FT-Fasern (fast twitch schnell kontrahierend)
    • FTO (aerob)
    • FTG (anaerob)

Adaptation von Muskelgewebe

  • Stoffwechseladaptationen
    • große Speicher an Energieträgern
    • Speichen können wärnd Belastung schneller aufgefüllt werden
    • höhere Sauerstoffkapazität des Muskels
    • erhöhte Zahl an Mitochondrien
  • Muskelhypertrophie
    • Vermehren der Eiweisstrukturen
  • Verbesserung der intra- und intermuskulären Koordination
    • intra - in einem Muskel müssen die Kontraktionen wohl auf einander abgestimmt sein
    • inter - Abstimmung von einzelnen Muskel untereinander

Herzkreislauf-System und Atmung

Adaption durch sportliches Training

  • Herz
    • Hypertrophie (Eiweisstrukturen)
    • Erweiterung der Koronargefäße (Versorgung des Herzens)
    • Ökonomisierung der Herzarbeit
      • Erhöhung des Schlagvolumens
      • Senkung der Herzfrequenz

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki