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Hochdruck/Flexodruck

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Hochdruck werkstatt.jpg

Hochdruckmaschine


Die Geschichte des Hochdrucks

Die Geschiche des Hochdrucks liegt schon weit zurück. Die Ersten bekannten Hochdruck–Varianten stammen aus China, um das Jahr 300 vor Christus. Diese waren aus Holz geschnitten. Im Altertum waren es vor allem die Materialien Ton oder Wachs, in die die Stempelformen gedrückt wurden. Die ältesten Drucke waren ohne Druckfarbe. Die Kunst bestand daraus einen möglichst preziesen Stempel zu schneiden und gravieren. Diese Kunst war seit dem 4. Jahrhundert bekannt. Das älteste so gedruckte Buch stammt aus dem Jahre 868. Dieses Buch wurde bereits mit Holzstempel gedruckt. Im 15. Jahrhundert verbesserte Johannes Gutenberg die bislang verwendete Druckmethode. Dadurch verbreitete sich der Buchdruck weltweit. Bis zum Ende des 18. Jahrhundert gab es kaum Neuerungen in diesem Bereich. Gutenberg setze erstmals Bleibuchstaben ein und lies die Holzmethode verschwinden. Bis 1970 war der Hochdruck das wichtigste Druckverfahren zur herstellung von Büchern. Heute ist der Hochdruck den anderen Druckverfahren (Offsetdruck oder Digitaldruck) untergeordnet. In den letzten Jahren entwickelte sich der Hochdruck zum Flexodruck. Im Gegensatz zum Hochdruck verwendet der Flexodruck lösemittelbasierende, wasserbasierende und UV-Farben


Der Ablauf des Hochdruckverfahrens

Das Wort Hochdruck kann man sehr präziese erklären. Nämlich das Hochgestellte wird gedruckt. Also werden die druckenden Teile der Form etwas erhöht und werden deshalb von den Farbwalzen eingefärbt und können dan abgedruckt werden.

Wenn das die gewünschte Druckforlage eine einzige Fläche ist kann nur mit einer Tonwertstufe gedruckt werden. Jedoch worde das Problem so gelöst das man antstatt mit einer Fläche, mit Rasterpunkten arbeitet. So kann man greue Töne mit kleineren Rasterpunkten darstellen.
Ablauf beim Hochdruckverfahren.jpg

Ablauf beim Hochdruck


Das Verfahren Schritt für Schritt

  • Das gewünschte Bild wird ausgewählt.
  • Das gewünschte Bild wird auf den Block gezeichnet.
  • Das Bild wird ausgeschnitten. So dass das Schriftbild erhöht ist.
  • Das erhöhte Schriftbild wird eingefärbt.
  • Das Papier wird auf den bearbeiteten Block gepresst.
  • Das Papier kann mit der aufgenommenen Farbe abgezogen werden.
  • Der Abdruck des Blockes ist auf dem Papier seitenverkehrt.

Anwendung

Der Hochdruck wird heutzutage eigentlich nicht mehr angewendet, da die Herstellung der Druckplatten sehr teuer ist. Heute werden fast nur noch handwerklich sehr anspruchsvolle Druckgrafiken oder künstlerisch gestaltete Bücher im klassischen Hochdruck hergestellt. Im künstlerischen Bereich gehören zu den meisten Hochdruckverfahren der Holzschnitt, der Holzstich und auch der Linolschnitt. Für das Druckprojekt des Buchdruckes ist es zu zeit- und materialaufwendig, also kann man sagen, dass es sich gar nicht mehr lohnt dieses Druckverfahren dafür anzuwenden. Einige Druckerein haben heute aber immernoch Bleisatzschriften und Maschinen, um kleinere Druckaufträge, wie zum Beispiel Hochzeitsanzeigen, Todesanzeigen oder Danksagungen zu drucken. Hauptsächlich braucht man den Hochdruck und Flexodruck für Verpackungen aus Kunststoff (z.B.: Pet, metallisierte Folie, OPE, PE, OPP), Papier, Karton und Pappe. Auch werden Klebefolien, Isolationspapier, Getränkeverpackungen, Servietten oder Tapeten bedruckt. Es gibt auch den Zeitungsflexodruck, der in Europa in Italien und In England angewendet wird. Auch in den USA steigt die Produktion des Zeitungsflexodruckes.

Flexodruck.jpg

Druckprinzip des Flexodruckes


Druckverfahren Flexodruck

Ein Verfahren des Hochdrucks, das heute relativ grosse Anwendung finde, ist der Flexodruck. Im Gegensatz zum Buchdruck wird eine weiche, elastische, biegbare (flexible) Druckform eingesetzt. Früher war diese aus Gummi und wurde durch Einvulkanisieren in geprägte Matrizen hergestellt. Heute sind es weiche Kunststoffplatten, die entweder durch Kopieren und anschliessendes Auswaschen oder durch Ausbrennen mit Laserstrahlen angefertigt werden. Diese flexiblen Auswaschplatten erlauben eine sehr gute Druckqualität, so dass sich der Flexodruck eine breite Anwendungspalette gesichert hat.

P1010261 gross.jpg

Druckprodukte des Flexodruckes

Druckwerk Flexodruck

Das Druckwerk besteht aus einem Zylinder, der die Druckform trägt, einem blanken Gegendruckzylinder ohne Aufzug und dem Farbwerk. Das Farbwerk ist sehr kurz. Bei den modernen Farbwerken dreht sich in der Farbwanne eine Rasterwalze, die auf ihrer Oberflä$che feinste Näpfchen trägt. Sie zieht viel Farbe hoch. Eine dünne Stahlrakel ( 0,10 – 0,20 mm), von einer dickeren Stützrakel gegen Umbiegen abgestützt, streift die überflüssige Farbe ab, so dass immer die gleiche Farbmenge auf die Druckform übertragen wird: nämlich die in den Näpfchen der Rasterwalze befindliche Farbe, unabhängig von der Druckgeschwindigkeit. Die richtige Farbgebung ist deshalb sehr schnell erreicht, und es entsteht nur eine geringe Anzahl Einrichtemakulatur. (Makulaturen sind unbrauchbare Drucke.) Die Farbstärke (man sagt auch optische Farbdichte) kann ähnlich wie beim Tiefdruck durch Zugabe von Verschnitt (farblose Druckfarbe) eingestellt werden. Durch die weichen Druckformen sind keine Zurichtung und kein elastischer Aufzug (wie beim Buchdruck) notwendig, so dass der Druckzylinder aus blankem Stahl besteht. Der erforderliche Druck ist relativ gering. Die Druckbeistellung muss sehr präzise erfolgen, weil schon eine minimal grössere Druckeinstellung dazu führt, dass die Rasterpunkte breiter, also grösser als vorgesehen drucken; der Raster quetscht teilweise zu. Man spricht von zu grosser Tonwertzunahme. Bilder werden dann nicht mehr farbgenau wiedergegeben. Gedruckt wird mit sehr dünnflüssiger Druckfarbe. Sie enthält ein sich rasch verflüchtigendes Lösemittel, beispielsweise Spiritus. Durch Aufblasen von Warmluft auf die gedruckte Papierbahn trocknet die Druckfarbe schnell. Auch wasserbasierte Farben sind im Einsatz.

Zur Herstellung der Rasterwalzen werden die Näpfchen mit einem Diamantstichel in die Kupferhaut geschlagen, die auf einer Stahlwalze liegt. Anschliessend wird verchromt, da sich Kupfer zu schnell durch die Rakel abnutzten würde. Bei der neuesten Generation der Rasterwalzen werden die Näpfchen mittels Laserstrahl in eine Keramikoberfläche eingebrannt. Dieses Material ist enorm verschleissfest, so dass sie wesentlich länger als Metallwalzen benutzt werden können. Die Rasterwalze bestimmt die Einfärbung der Druckform. Je feiner der Raster, desto weniger Farbe wird auf die Druckform übertragen. Für den Druck von Rasterbildern verwendet man beispielsweise Rasterwalzen mit einer Feinheit von 150 bis 300 Näpfchen pro Zentimeter, für den Druck von Farbflächen wesentlich gröbere. Rasterwalzen lassen sich schnell auswechseln für entsprechende Farbgebungsänderung.

Druckfarbe

Druckfarbe ist neben der Druckform, der Druckkraft und dem Bedruckstoff eine der 4 Grundvoraussetztungen fürs Drucken. Druckfarbe macht den Abdruck der Druckform auf dem Bedruckstoff sichtbar. Das gilt sowohl für die herkömmlichen Duckverfahren wie auch für den Digitaldruck. jedes Druckverfahren benötigt spezielle Druckfarben, die dem jeweiligen Verfahren und Bedruckstoff angepasst sind. Im Flexodruck werden lösemittelbasierende, wasserbasierende und UV-Farben eingesetzt. Bei dem Einsatz von UV-Farben sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich, da sie relativ ätzend sind. Sicherheitshandschuhe sind hier erforderlich.


Der Holzschnitt

Holzschnitte waren die ersten Druckplatten überhaupt. Schon früh wurden damit im Orient Stoffe bedruckt und später auch Papier. Ab dem 15. Jahrhundert bedruckte man damit Spielkarten. Auch wurden religöse Bilder und kurze Texte ins Holz geschnitzt. Die Holzschnitte wurden nicht gedruckt, sondern abgerieben und häufig mit Wasserfarben gefärbt. Aus Einblattdrucken (das sind Bilder mit etwas Text) entstanden die ersten Blockbücher. Zwei zusammengeklebte Holzschnittdrucke bildeten ein Blatt. Zusammenkleben war notwendig, weil beim Abreiben der Holzplatten ein Starkes Relief (Erhöhung oder Verteifung) entstand, das ein Bedrucken der Rückseite unmöglich machte. Mehrere solche Blätter wurden zu einem dünnen Buch zusammengebunden. Dieser Holztafeldruck war für Texte nur sehr beschränkt einsetzbar, da dies viel aufwändige Schneidearbeit erforderte.


Linolschnitt

Linolmesser.png

Linolmesser

Linolplatte01.jpg

Linoldruckplatte

Beim Linoldruck benötigte man spezielle Platten die eine Linolschicht haben. Damit man überhaupt etwas drucken kann, muss man den nicht druckenden Teil aus der Platte entfernen. Dies kann man ganz einfach mit einem Linolmesser hinauskratzen. Für das Linolmesser gibt es verschiedene Messeraufsätze die eine unterschiedliche Breite haben. Wenn man dies gemacht hat, gibt man etwas von der speziellen wasserlöslichen Farbe auf eine flache Fläche zum Beispiel auf eine Glasplatte. Darauf verteilt man die Farbe schön gleichmässig mit einer Gummirolle. Wenn man dies gemacht hat, färbt man die Druckplatte ein und wendet sie in die Richtung des zubedruckenden Materials. Oft ist dies Papier, man kann aber auch Sroffe und ähnliche Materialien bedrucken. Dazu sollte man aber eine andere, dafür geeignete Farbe verwenden.


Quellenverzeichnis

http://www.druckgrafik.de/hochdruck/img_hochdruck/hochdruck_werkstatt.jpg http://www.unterricht.kunstbrowser.de/images/linolplatte01.jpg http://www.kartonagen-treuen.de/img/P1010261_gross.jpg http://www.nabenhauer-verpackungen.de/fileadmin/user_upload/nh_verpackungen/bilder/folieninfos/druckverfahren/flexodruck.jpg http://www.unterm-mond.de/Images/Linolmesser.png Lehr– und Arbeitsbuch Grundlagen der Print- und Digitalmedien

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