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Meyer: Der Schuss von der Kanzel

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Wir estellen gemeinsam eine Interpretation von C. F. Meyers Werk "Der Schuss von der Kanzel". Wir gehen vom besprochenen schrittweisen Vorgehen aus:


1. Schritt: Erstes Textverständnis/ Interpretationshypothese

2. Schritt: Aspekte der Analyse

3. Schritt: Zusammenführende Deutung

4. Schritt: Kontextualisierung

5. Schritt: Abschliessende schriftliche Analyse/Interpretation

Dabei gehen wir folgendermassen vor:

  1. In einer Gruppe behandelt ihr einen Aspekt bis mehrere Aspekte beim 1. und 2. Schritt der Interpretation von literarischen Texten (Aspekte 1 bis 8). Die Ergebnisse tragt ihr laufend ins Mini-Wikia ein.
  2. Danach macht jede Gruppe die Schritte 3 bis 5. Dazu müsst ihr euch auf die Erkenntnisse der Gruppenarbeiten aus den Schritten 1 und 2 stützen.

In einer Gruppe behandelt ihr das Werk „Der Schuss von der Kanzel“, und zwar aufgrund der nachfolgenden Aspekte. Achtung: Nicht alle Aspekte sind zu behandeln, sondern nur die bezeichneten. Und es sind die Fragen nicht zu behandeln, die sich auf das Drama oder die Lyrik beziehen!! • Aspekt 1 ist von allen Gruppen zuerst anzugehen.

• Das Ziel jeder Gruppe ist es, in der vorgegebenen Zeit zuerst den ihr zugeteilten Aspekt zu behandeln und danach die anderen Aspekte gemäss den eigenen Vorlieben.

• Gruppe 1 behandelt zuerst Aspekt 1, dann Aspekt 2, danach die anderen Aspekte gemäss den eigenen Vorlieben.

• Gruppe 2 behandelt zuerst Aspekt 1, dann Aspekt 3, danach die anderen Aspekte gemäss den eigenen Vorlieben.

• Gruppe 3 behandelt zuerst Aspekt 1, dann Aspekt 4, danach die anderen Aspekte gemäss den eigenen Vorlieben.

• Gruppe 4 behandelt zuerst Aspekt 1, dann Aspekte 5a und 5b, danach die anderen Aspekte gemäss den eigenen Vorlieben.

• Gruppe 5 behandelt zuerst Aspekt 1, dann Aspekte 6a und 6b, danach die anderen Aspekte gemäss den eigenen Vorlieben.

• Gruppe 6 behandelt zuerst Aspekt 1, dann Aspekt 8, danach die anderen Aspekte gemäss den eigenen Vorlieben.

• Gruppe 7 behandelt zuerst Aspekt 1, dann Aspekt 7, danach die anderen Aspekte gemäss den eigenen Vorlieben.



Die Interpretation von literarischen Texten

1. Schritt: Erstes Textverständnis/Interpretationshypothese

Aspekt 1

Du gelangst zu einem ersten Textverständnis, indem du den Text sorgfältig liest, eventuell vorhandenes Vorwissen zum Autor oder zur Autorin, über die Epoche, die Textgattung oder Ähnliches aufrufst und eine erste Interpretationshypothese formulierst.


Dieses Buch ist in der 3.Person geschrieben worden. Erzählzeit und erzählte Zeit stimmen nicht immer überein.

Das Buch zeigt auf, dass man um etwas kämpfen soll, auch wenn es unerreichbar erscheint.

Man sollte sich selbst nicht verstellen um jemanden zu "erobern".

Pfannenstiel zum Beispiel strebt nach Erfolg um Rahel zu überzeugen, zu beeindrucken. Er fühlt sich Rahel untergeordnet und möchte deshalb der venezianischen Kompanie beitreten. Er möchte sich von einem gewöhnlichen Dorfpfarrer abheben. Da der Vater von Rahel, Wertmüller, bereits ein angesehen und bekannter Pfarrer ist,, scheint es Pfannenstiel unmöglich Rahel "als Nichts" entgegenzutreten. Durch Inspiration des Generals schlägt Pfannenstiel einen neuen Weg ein, obwohl es ihm schwer fällt sich drastisch zu äussern.

(Gruppe 6)


Der Autor des Buches "der Schuss von der Kanzel " scheint nicht sehr religiös zu sein. Die Kirche und vorallem ihre Oberhäupter werden ein wenig in den Dreck gezogen.

Frauen werden nicht wirklich ernst genommen. Der Wertmüller bezeichnet Frauen nur als Figuren.

Das Buch behandelt die Schwächen der Menschen. Der Pfarrer Rosenstock zum Beispiel ist der Jagd verfahren. Als Geistlicher wäre es im aber nicht erlaubt Waffen zu besitzen. Das Buch zeigt, dass auch Geistliche nicht perfekt sind. ( Gruppe: 3 )



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Die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert und die Textgattung ist Epik. Die Geschichte ist eine indirekte Anspielung auf das schlechte Benehmen der Leute zu dieser Zeit und auf die Inkompetenz der Kirche. Durch den Pfarrer Wertmüller, der die Jagd liebt, wird das Ansehen dieser Kirchgemeinde sehr ins Lächerliche gezogen. Die ganze Geschichte ist eigentlich kontrovers, zum Beispiel hat eine Frau in dieser Geschichte eine grössere Bedeutung als der Mann, was zu dieser Zeit ganz sicher nicht der Fall gewesen sein konnte. (Gruppe 2)




Tipp: Stelle Fragen an den Text und halte diese schriftlich fest, notiere wahllos Einfälle zum Text (Brainstorming). Ordne erst dann die Einfälle und stelle danach die Hypothese auf.

  1. Das Werk von Conrad Ferdinand Meyer beschäftigt sich mit den menschlichen Schwächen und setzt sich mit dem Rätsel des Menschen auseinander. So ist es unverständlich, dass General Wertmüller dem naiven Pfannenstiel zur Verwirklichung seines Lebenstraumes (Heirat mit Rahel) hilft. Woher er seine Motivation zur Hilfe nimmt bleibt ungeklärt. Die Geschichte zeigt auch wie leicht manipulieren sind, was der General für einen guten Zweck ausnützt. Gruppe5

Das Werk ist in den ersten paar Minuten ein schwierig zu verstehen. Doch nach ein paar Seiten gewöhnt man sich an die alte deutsche Sprache, und man kann sich besser mit dem Inhalt und der Ironie der Geschichte befassen. Sie ist so aufgebaut, dass sich fast die gesamte Handlung vor dem richtigen Höhepunkt (Schuss in der Kirche)stattfindet, mit anderen Worten wird fast bis zum Schluss versucht Spannung aufzubauen, denn nach dem Schuss kommt bald das Ende.
C. F. Meyer war vielleicht selbst ein Kirchenkritiker und versucht in dieser Geschichte darauf hinzuweisen, dass auch die Kirche nicht immer ganz ernst zu nehmen ist. Meyer versuchte an der Fassade der ach so möchtigen Kirche zu kratzen und damit zu beweisen, dass auch Geistliche nicht immer ganz "fromm" sind.

- Samuel Brülisauer

Die Novelle zeigt viele verschiedene Aspekte auf. Unserer Meinung nach wird darin ersichtlich, wie man die Schwächen der einzelnen Menschen zu seinen eigenen Gunsten manipulieren oder ausnützen kann. Besonders im Beispiel der Figur des Generals wird dies deutlich. Er manipuliert nämlich sämtliche Menschen in seinem Umfeld und das mit Erfolg. Daraus folgt, dass der Mensch, wenn er etwas unbedingt möchte, zu ziemlich vielem bereit ist, vorallem wenn er von der Liebe geleitet wird. Ein anderer, grosser Punkt ist die Verspottung der Kirche. Bereits der sarkastische Titel bezieht sich darauf. Auch das Handeln des Generals verdeutlicht dies zusätzlich: Er findet Gefallen daran, sich auf die Kosten der Kirche zu amüsieren und setzt seinen Willen durch. Vielleicht bezieht sich die Einstellung des Autors zur Kirche auf diesen Charakter. Die Geschichte enthält komische (die Figur des Pfannenstiels), aber auch tragische (die Figur des Generals) Elemente. Gruppe 4

2. Schritt: Aspekte der Analyse

Nun folgt der Hauptteil deiner Arbeit: Du fasst den Text zunächst kurz zusammen (Inhaltsangabe) und untersuchst anschliessend sorgfältig seine Einzelheiten, z. B. die Besonderheiten in Aufbau, Sprache etc. Vorherr-schend ist dabei eine sogenannte textimmanente Erschliessung.

Inhaltliche Aspekte

Aspekt 2: Erfassen des Stoffs und Themas, Überblick über den Plot/die Fabel

  1. Welcher Stoff, welches Geschehen liegt der Geschichte zugrunde? Welche Geschichte ist daraus entstanden?

Der Stoff beinhaltet einen gewissen Sarkasmus der Kirche gegenüber, mit Aspekten der Frauenfeindlichkeit (v.a. Wertmüller) und einem komplexen Gespräch über Tugenden des typischen Mannes.

# Was ist das Thema der Geschichte?

Respektolsigkeit gegenüber der Kirche

  1. Welche Handlung, welche Vorgänge, Bewegungen, Zustände, Sachverhalte enthält der Text?
    - Besuch von Pfannenstiel bei Wertmüller

- Übernachtung und intensives Gespräch der beiden

Besuch von Pfannenstiel bei Wertmüller<br />- Konflikt zwischen Rahel und Wertmüller <br />- Pfannenstiel übernachtet bei Wertmüller, Begegnung mit Türkin<br /> - Wertmüller besucht wieder nach langer Zeit die Kirche, in der sein Vetter Pfarrer ist. Die Bürger sind überrascht über seinen Besuch<br />-Wertmüller schenkt dem Pfarrer Wertmüller eine Pistole, die unbrauchbar ist<br />- Wertmüller tauscht die unbrauchbare Pistole mit einer funktionierenden<br />- DANN: während der Predigt löst sich ein Schuss aus der Waffe <br />-  Um sich beim Volk und bei seinem Vetter zu entschuldigen, nimmt er die Gemeinde in sein Testament auf.<br />- Dem Pfarrer schenkt er beide Pistolen

-           gleich nach der Messe werden Rahel und Pfannenstiel von dem Pfarrer Wertmüller verlobt

  1. Welche Zusammenhänge (historisch, politisch, gesellschaftlich) sind wesentlich?

-          Welche Zusammenhänge (historisch, politisch, gesellschaftlich) sind wesentlich?<br /> - historisch: Die Geschichte spielt sich nach dem 30 Jährigen Krieg, also in der zweiten Hälfte des 17J.h. ab.<br />- Auffallend ist auch, dass die Frau eine tiefere Stellung hatte wie der Mann

  1. Welche sozialen Gegebenheiten und Rollen sind wichtig? (Arme und Reiche, Männer und Frauen, Junge und Alte, Fortschrittliche und Traditionelle...)


Aspekt 3: Figuren

  1. Welche Figuren kommen vor? Sind sie Handlungsträger? Werden sie genauer charakterisiert? Wie erfolgt die Charakterisierung der Figuren?
  2. eneral Wertmüller; dominant, Spass auf Kosten anderer, provokant, egozentrisch
  3. fannenstiel; herzlich, selbstlos, anspruchslos, trottelig
  4. ahel Wertmüller; zielstrebig, dominant, freundlich, fair
  5. farrer Wertmüller; Waffenfanatiker, inkompetent, leicht verrückt,
  6. Wie sind die Figuren dargestellt? Wie handeln sie, was erleiden sie?
  7. fannenstiel will Rahel heiraten. Die Heirat erfolgt unter Streben der Rahel, jedoch findet sie nur unter einem Kompromiss mit ihrem Onkel General Wertmüller statt. Der Pfarrer Wertmüller ist nur eine Marionette zu Zwecken des Generals in dieser Geschichte.
  8. Was für Beziehungen haben sie untereinander? Wie ist die Figurenkonstellation?
  9. ahel und Pfannenstiel wollen heiraten
  10. ahel und General Wertmüller Sind Onkel und Nichte
  11. ahel und Pfarrer Wertmüller Sind Vater und Tochter
  12. fannenstiel und General Wertmüller Bekannte, Führerrolle und Untenstehender
  13. Was prägt das Zusammenleben der Menschen? (Konflikte, Harmonie)
  14. Welches Denken (Ideologie) prägt die Figuren?

Aspekt 4: Bedeutung von Ort und Zeit

  1. An welchem Ort/welchen Orten findet das Geschehen statt? Ist es auch andernorts denkbar? Wie ist der Raum im Text gestaltet? Funktion des erzählten Raums?

          Die Gschichte findet in der Schweiz statt an einem See, der durch Alpen von Italien abgegrenzt ist. Die Geschichte wäre überall denkbar, wo sich kleine religiöse       

          Gemeinden befinden. Der Wertmüller wird abgeschottet von der Gesellschaft auf einer Insel. Durch seine Stellung fühlt er sich als etwas Besseres.   

  1. Für das Drama:
    1. Wie wird der gespielte Raum dargestellt? Gibt es bedeut¬same Gegensatzmuster (Stadt - Land, Palais - Bürgerhaus usw.)?
    2. Welche Funktion, welche symbolische Bedeutung hat der Raum? Gibt es wichtige Requisiten?
  2. Wie ist die Zeit im Text gestaltet?
  3. Für die Epik:
    1. Verhältnis von Erzählzeit zu erzählter Zeit? Gibt es Zeitraffung, Zeitdehnung, Zeitdeckung?
      Die Erzählzeit und die erzählte Zeit stimmen nicht immer überein. Es gibt Stellen, an denen die Handlung in die Länge gezogen wird. An anderen Stellen ist die Erzählzeit kürzer.
  4. Für das Drama:
    1. Wie ist das Verhältnis von Spielzeit- und gespielter Zeit bemessen? Wie wird Zeitraffung eingesetzt? Wie ist Zeit strukturiert?
    2. Welche Spannungstechnik, welche Techniken der Tempogebung sind zu beobachten?

Aspekt 5a: Suche nach Motiven und Symbolen

  1. Welche Motive (inhaltliche Einheiten, Grundkonstellationen, Themen) kommen vor? Wird ein Motiv mehrmals wiederholt? Ist ein Motiv bestimmend? Ein auffallendes Motiv, das bereits im Titel erwähnt wird, sind die Pistolen oder allgemein die Waffen. Sie sind das zentrale Objekt. Die Liebe zwischen Pfannenstiel und Rahel spielt eine grosse Rolle, denn sie ist der Beweggrund: Pfannenstiel wird auf die Probe gestellt, ob er genug männlich ist für Rahel. Auch der Tod ist ein klares Motiv, weil Pfannenstiel träumt, dass er sich selbst erschiessen muss. Auch das Skelett im Hause des Generals und der Tod des Generals auf dem Weg in die Schlacht weisen zusätzlich darauf hin.
  2. Welchen Dingen und Handlungen kommt Symbolcharakter zu? Das Dorf Mytikon ist ein Symbol, welches auf die Fiktionalität hinweist. Auch die Namen, die teilweise sehr speziell sind, weisen darauf hin. Der Traum Pfannenstiels verweist auf den Tod Wertmüllers und auf die Verbindung von Kirchgang und Schüssen. Die Jahreszeit Herbst ist die Erntezeit, aber auch die Saison, in der alles abstirbt, es langsam kälter wird und es auf den Winter zugeht. Er zeigt symbolisch, dass es mit den Menschen und dem Dorf allgemein bergab geht. Das Skelett im Hause des Generals weist zusätzlich darauf hin. Gruppe 4

Aspekt 5b: Fiktionalität

  1. Wie ist der Wirklichkeitsbezug des Textes? Der Text ist so geschrieben, dass mit den fiktionalen und realen Elementen gespielt wird. Sowohl die realen Bezüge zu den Orten, als auch diese zu den Personen scheinen reell, obwohl sie erfunden sind. Der Traum von Pfannenstiel ist in der Geschichte zwar real, aber der Inhalt ist fiktional.
  2. Wissensvorgabe beim Drama:
    1. Welche Erwartungen werden im Zuschauer erweckt? Was erfährt er von der Vorgeschichte?
    2. Welches Gefälle wird zwischen dem Wissen der einzelnen Figuren und seinem Wissen aufgebaut?
    3. Inwieweit erfolgt epische Vermittlung?

Formale Aspekte

Aspekt 6a: Aufbau des Textes (Gliederung, Spannung, Höhepunkte)

Für die Epik:

  1. Wie ist die Erzählung aufgebaut? Frage nach der Komposition? Es gibt verschiedene Handlungsebene, die sich mit der Zeit verbinden.
  2. Ist der Text mehr auf Anschaulichkeit oder auf Spannung hin angelegt? Der Text versucht Spannung zu erzeugen, was ihm, aus unserer Perspektive, nicht gelingt.
  3. Dominieren Handlungen oder Figuren? Die Figuren dominieren, da es vielschichtige Charakteren sind.
  4. Gibt es Sinnabschnitte? Wir konnten keine erkennen.
  5. Gibt es eine Einteilung in Kapitel? Die Novelle enthält 11 Kapitel.
  6. Wie wird Spannung aufgebaut? Durch Überraschungen und unvorhergesehene Ereignisse.
  7. Gibt es einen Höhe-oder Wendepunkt? Der Schuss von der Kanzel ist der Höhepunkt als auch der Wendepunkt.
  8. Welches ist die Abfolge der Ereignisse? Die Einheit von Zeit ist eingehalten. ( aristotelisches Vorbild)
  9. Gibt es einen Rahmen? Die Handlung der Liebe wird umrahmt von der Handlung um das Geschlecht Wertmüller.
  10. Gibt es ein geschlossenes oder offenes Ende? Es gibt klar ein geschlossenes Ende. Alle Fragen sind geklärt.

Für das Drama:

  1. Nach welchem kompositorischen Prinzip sind die szenisch dargestellten Handlungsabschnitte ausgewählt und verknüpft?
  2. Wie sind Einsatzpunkt und Dramenende gestaltet?

Für die Lyrik:

  1. Wie sind die Gedanken gegliedert? Addition, Variation, Summa¬tion; Ringkomposition, dialektische Struktur ...?

Aspekt 6b: Wie wird die Geschichte dargeboten, erzählt?

Für die Epik:

  1. Wer erzählt? Die Geschichte wird von einem Er-Erzähler wiedergegeben.
  2. Was ist die Erzählposition/Erzählform? Ich-Erzähler, Er-Erzähler?  Die Geschichte wird vno einem Er-Erzähler wiedergegeben.
  3. Wie ist das Erzählverhalten? Auktorial/allwissend, personal, neutral? Das Erzählverhalten ist allwissend/ auktorial.
  4. Welche Erzählperspektive ist vorhanden? Aussensicht, Innensicht? Der Erzähler weiss auch über die Gefühle der Personen Bescheid, deshalb ist eine Innensicht vorhanden.
  5. Welcher Erzählerstandort ist erkennbar? Olympischer Standort, auf Geschehensebene? Da das Erzählverhalten auktorial ist, hat der Erzähler einen olympischen Standort. Er weiss über alles Bescheid, hat den totalen Überblick und sieht auch in die Menschen ( Gefühle, ...)
  6. Ist die Erzählform resp. das Erzählverhalten einheitlich oder gibt es Wechsel? Ist der Erzähler als Figur ein Teil des Geschehens? Ist er ausserhalb? Kommentiert er das Geschehen oder stellt er nur dar? Das Erzählverhalten wechselt nicht.
  7. Wie wird erzählt? Wie ist die Erzählhaltung / Haltung des Erzählers gegenüber Erzählung und Lesern? Welche Darbietungsweisen sind vorherrschend? (Erzählen, berichten, beschreiben?) Vorwiegend werden Handlungen erzählt.
  8. Wer spricht? Wie reden und denken die einzelnen Figuren? Handlungsdarbietung (Erzähler), Erzählerkommentar (Erzähler), Gedankenbericht (Erzäh-ler), direkte Reden (Figuren), indirekte Rede (Figuren via Erzähler), innerer Monolog (Figur), „Stream of Consciousness”/ Bewusstseinsstrom (Figur), erlebte Rede (Erzähler)? Es sind vorwiegend Handlungsdarbietungen und direkte Reden vorhanden.

Für das Drama:

  1. Welche Elemente prägen den Haupttext? Gibt es aussergewöhnlicherweise auch epische Elemente, z.B. einen Erzähler?
  2. Welchen Stellenwert hat der Nebentext? Was wird im Nebentext erläutert?
  3. Inwieweit werden die Figuren durch ihre Sprache unterschieden?
  4. Wie ist ihr Sprachverhalten jeweils gekennzeichnet?
  5. Wie ist das Verhältnis von Monolog, Zwiegespräch und Mehr-Personen-Dialog? Welche Funktion haben die Mo¬nologe und Dialoge im Rahmen der Handlung?
  6. Welche Stilebene wird eingehalten? Welche Stilmittel werden verwendet? Wie ist die Figurenrede stilisiert?

Für die Lyrik:

  1. Welches lyrische Ich äussert sich im Gedicht, wie sieht das lyrische Ich sich selbst und wie die Weit?

Aspekt 7: Auffallende sprachliche und stilistische Merkmale. Welche sprachliche Ausgestaltung hat der Text erfahren? Mit welchen Stilmitteln wird erzählt?

  1. Gibt es Auffälligkeiten im Vokabular (Fremdwörter, veraltete Ausdrücke, gehobene Sprache, Umgangssprache, Dialekt ... ) ?
  2. Welche Wortart kommt häufiger vor? Bedeutung?
  3. Welche Bilder, Metaphern, Vergleiche, Symbole, Chiffren, emblematischen Bilder, sprachlichen Leitmotive (immer wiederkehrende Sprachformeln) fallen auf? Gibt es Allegorien oder Personifikationen?
  4. Merkmale des Satzbaus?
    1. Ist der Satzbau mehrheitlich hypo- oder parataktisch?
    2. Welche Wort- und Satzfiguren kommen vor? (Anapher, Chiasmus, Inversion, Parallelismus, Ellipsen..)
    3. Abweichungen vom üblichen Satzbau?
    4. Sind die Sätze vollständig oder verkürzt?
  5. Gibt es andere rhetorische Figuren, die auffallend sind?
  6. Sind Sprechstrategien zu erkennen? (Euphemismus, Ironie, Sarkasmus)

Für die Lyrik:

  1. Sprachbilder deuten
  2. metrisch-rhythmische Form erfassen
    1. Metrum: Jambus, Trochäus, Daktylus, Anapäst
    2. Widerspiel zwischen Metrum und individueller Verwirklichung (Rhythmus)
  3. Reime, Assonanzen, Alliterationen erkennen; Funktion der Klangform
    1. männlicher, weiblicher Reim
    2. reiner, unreiner Reim
    3. Reimordnungen
      1. Paarreim, Kreuzreim, Schweifreim, ...
      2. Binnenreim, Endreim
      3. Reimwaise
    4. Alliterationen und Assonanzen und ihre Wirkung
  4. ästhetisch-stilistische Wirkung von bestimmten Wortarten und Satzformen be¬denken

Für die Epik

  1. Tempus und Modus, Erzählzeit, erzählte Zeit: In welcher Zeitform wird erzählt? Gibt es Wechsel, Vorausdeutungen, Rückblenden? (Diese Fragen stehen in engem Zusam-menhang mit der inhaltlichen Bedeutung der Zeit)

Für das Drama

  1. Inwieweit werden die Figuren durch ihre Sprache unterschieden? Wie ist ihr Sprachverhalten jeweils gekennzeichnet?
  2. Wie ist das Verhältnis von Monolog, Zwiegespräch und Mehr-Personen-Dialog? Welche Funktion haben die Monologe und Dialoge im Rahmen der Handlung?
  3. Welche Stilebene wird eingehalten? Welche Stilmittel werden verwendet? Wie ist die Figurenrede stilisiert?


Aspekt 8: Gattungsmerkmale

  1. Wie prägen sich Merkmale der literarischen Gattung im Text aus? In welcher Weise zeigen sich Ab-hängigkeit oder Unabhängigkeit von der Epoche?
    Der Schuss von der Kanzel ist eine humorvolle Novelle.
    Das Buch ist von der Epoche abhängig, weil sich die Protagonisten zeitgemäss verhalten. Beispielsweise treten sie Kompanien bei, führen Kriege,oder ein hohes Ansehen kirchlichen Amtes haben. Auch die Wortwahl weisst auf eine ältere Epoche hin, es werden Wörter gebrauch, welche uns heute nicht mehr geläufig sind(Beispiel: konditionieren -> veraltet für in Dienst stehen ; plebejisch-> nicht adlig, gewöhnlich)
  2. Für die Epik:
    1. Welche Merkmale einer Untergattung sind vorhanden? Roman, Novelle, Erzählung, Kurzgeschichte, Fabel, Parabel, Kalendergeschichte
  3.  - Das Buch ist eine Novelle. Diese typischen Merkmale sind vorhanden: Es ist eine kürzere Geschichte, es ist möglich diese an einem Stück zu lesen. Es besteht ein ähnlicher Handlungsaufbau wie bei einem Drama. Die kleineren Konflikte führen zum Höhepunkt, und lösen sich mit dem Schuss von der Kanzel auf (Liebesgeschichte von Rahel und Pfannenstiel ; Anvorderung der Gemeinde an den Pfarrer ; Wunschberufung des Pfarrers als Jäger) Der General verbindet die verschiedenen Konflikte. Die märchenhaften Elemente (z.B die drei Wünsche von Rahel ; die Persönlichkeit der Türkin welche an 1001 Nacht errinnert) der Geschichte führen zum komödialen Ende hin. Die Hauptfiguren haben Probleme mit der Kommunikation ( z.B. Rahel und Pfannenstiel). 
  1. Für das Drama:
    1. Welche Merkmale lassen erkennen, dass es sich um ein Drama handelt? Wo sind epische und/oder lyrische Ele¬mente festzustellen?
    2. Welche Elemente der geschlossenen, welche Merkmale der offenen Form weist das Drama auf?
    3. Welche Mittel des epischen Theaters werden verwendet?
    4. Welche Merkmale des absurden, grotesken, des Parabel¬theaters oder einer anderen besonderen Dramenform zei¬gen sich?
  2. Für die Lyrik:
    1. Vers- und Gedichtformen identifizieren: Distichon, Volkslied, Stanze, Sonett ...?

3. Schritt: Zusammenführende Deutung

Aspekt 9

Du stellst die Einzelergebnisse deiner Analyse in einen schlüssigen und möglichst widerspruchsfreien Deutungszusammenhang, indem du eine oder mehrere Interpretationsthesen formulierst, belegst, einordnest und erläuterst.

Wichtig ist, dass man ob der systematischen Analyse nicht den Text als Ganzes aus den Augen verliert. Es gilt die für das Werk wesentlichen Elemente zu erkennen. Es kann sein, dass bei einem Text vor allem die Analyse des Inhalts zu wichtigen Ergebnissen führt, bei einem anderen die der Sprache oder der Komposition. Die Gesamtschau ergibt sich aber nur aus einer Berücksichtigung aller verschiedenen Komponenten.



4. Schritt: Kontextualisierung

Stelle deine Deutung in einen grösseren Zusammenhang, z. B. im Vergleich mit anderen Texten, in der Bezugnahme auf das Werk des Autors oder der Autorin oder auf Merkmale der Entstehungsepoche des Textes. Zu einem vertieften Verständnis eines Werkes können folgende textübergreifenden Aspekte beitragen (Achtung: nur Auswahl, es gibt noch viel mehr Aspekte).

Aspekt 10

4.1 Biografische Aspekte

Was weiss ich über das Leben und die Persönlichkeit der Autorin/des Autors? Wie kann ich dieses Wissen erweitern? (Quellen: Literaturgeschichte, Biografie, Selbstzeugnisse, Briefe, Aufsätze...) Hat der Autor /die Autorin sich zu ihrem Werk geäussert? Gibt es weitere Werke? Führt weitere Lektüre zu einem besseren Verständnis der Autorin oder des Autors? Gibt es darin wiederkehrende Themen und Aussagen?

4.2 Geistesgeschichtliche und andere historische Aspekte In welchem historischen Umfeld, in welchen literarischen Konventionen steht das Stück? Welche Merkmale weisen darauf hin? Welche Verständnisvoraussetzungen müssen berücksich¬tigt werden? Die in die literarische Epoche einführenden Kapitel in einer Literaturgeschichte geben Auskunft über den historischen und gesellschaftlichen Kontext. In solchen Literaturgeschichten finden sich besondere Darstellungen der bedeutendsten AutorInnen, es wird auf literarische Gemeinsamkeiten, aber auch auf Unterschiede hingewiesen. Ausführlichere Darstellungen und Interpretationen finden sich in grösseren Literaturlexika z. B. Kindler, Metzler, KLG (Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur)

4.3 Leserorientierte Aspekte (Wirkung des Textes auf die Leserin/ den Leser) Wie war das erste Leseerlebnis? Hat sich durch die Analyse ein besseres Verständnis ergeben? Ist das Thema für mich relevant? Hat der Text etwas mit meiner eigenen Situation zu tun? Warum berührt er mich? Warum lehne ich ihn ab? Was denken andere über diesen Text?

4.4 Rezeptionsgeschichtliche Aspekte Vergleich von Interpretationen/Rezensionen verschiedener LeserInnen aus verschiedenen Epochen/gesellschaftlichen Situationen.

Beim Lesen findet eine persönliche, oft auch emotionale Auseinandersetzung mit einem literarischen Werk statt. Literarische Texte fordern uns auf, einen eigenen Standpunkt gegenüber dem Geschriebenen einzu-nehmen. Textübergreifende Aspekte und Diskussionen über ein literarisches Werk können den eigenen Standpunkt ergänzen oder auch verändern und zu einem besseren Verständnis beitragen.



5. Schritt: Abschliessende schriftliche Analyse/Interpretation

Aspekt 11

Abschliessend verfasst du unter Bezug auf deine Ergebnisse aus den vier vorhergegangenen Arbeitsschritten die vollständige schriftliche Analyse beziehungsweise Interpretation, in der du deine Erkenntnisse einordnest.

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