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POL.SYS.BRD/Einfluss der Medien auf die politische Willensbildung

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Massenmedien

„Massenmedien sind alle Einrichtungen der Gesellschaft, die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel der Vervielfältigung bedienen (Niklas Luhmann).“ Zu den Heutigen Massenmedien zählt man Hauptsächlich Zeitungen, Fernsehen, und Radio.

Zeitungen

BILDZEITUNG.gif

Mit einer verkauften Auflage von 3.444.977 Exemplaren ist die konservative Bild die Zeitung mit der größten Auflage Europas und der drittgrößten Auflage der Welt. Sie ist als Boulevardzeitung bekannt und sorgt des öfteren durch Verdrehung der Tatsachen oder Falschaussagen für Aufsehen. z.B.: * Trittin auf Gewaltdemo?! Doch wer ist hier das Opfer?

Zeitlogo.gif

Die Zeit ist eine liberale, deutschlandweite Wochenzeitung die immer Donnerstags mit 479.498 Exemplaren erscheint.

Sz-logo.gif

Innenpolitisch gilt die Süddeutsche Zeitung, wie bei Gründung geplant, als liberal-kritisches Medium. Wirtschaftspolitisch ist sie eher marktliberal einzuordnen. Mit 444.974 Exemplaren ist sie eine der größten Tageszeitungen Deutschlands.

Fazlogo.jpg

Die Frankfurter-Allgemeine-Zeitung ist liberalkonservativ ausgereichtet und findet mit 365.484 Exemplaren pro Auflage eine große Leserschaft.

Logo-frankfurter-rundschau.gif

Die Frankfurter Rundschau ist eine linksliberal ausgerichtete Zeitung mit einer Auflage von 150.062 Exemplaren.


Taz logo.jpg

Die Taz wurde 1978 als selbstverwaltende linke Tageszeitung geründet und ist heute mit einer Auflage von knapp 60.000 Exemplaren die 7. größte Tageszeitung Deutschlands.

Fernsehen

Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen. Im Gegensatz zu den privaten Sendern müssen sich öffentlich rechtliche Sender nicht durch Werbung finanzieren sondern werden vom Staat subventioniert und leben hauptsächlich von den GEZ-Gebühren. Im Durchschnitt sieht jeder Bundesbürger ca. 219 Minuten Fernsehen am Tag. Oft dient das Fernsehen lediglich als Unterhaltungsprogramm, doch selbst Sendungen, die es im ersten Moment nicht erahnen lassen wirken sich auf die politische Willensbildung aus. So wurde zum Beispiel Jürgen Möllemann nach einem Tief der FDP in Nordrhein-Westfalen wieder in den Bundestag gewählt nachdem er sich 2000 im Big Brother Haus hatte blicken lassen. Folgende Grafik gibt einen überblick über die Sender und ihren Marktanteil „Der Marktanteil gibt den relativen Anteil der Sehdauer einer Sendung/eines Werbeblocks/eines bestimmten Zeitintervalls an der Gesamtsehdauer aller Programme zum jeweiligen Zeitintervall an.“

Marktanteile 037 neu.jpeg

(Zur Vergrößerung auf das Bild und dann auf "höhrere Auflösung" klicken)

Radio

Es gibt lediglich drei deutschlandweite Radiosender (Deutsche welle, Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk), aber eine unzählige Masse an regionalen Sendern welche sich in ihrer Art, wie beim Fernsehen, stark unterscheiden. Auch hier gibt es private und öffentlich-rechtliche Sender.

Funktionen der Massenmedien

Informationsfunktion

Wir erfahren die Welt nicht unmittelbar, sondern die durch Medien vermittelte Welt. Das liegt daran, dass unsere Gesellschaft viel zu großräumig geworden ist um mit der unmittelbaren, der direkten Kommunikation auszukommen. Mit ihren Informationen sollen die Massenmedien dafür sorgen, dass die Gesellschaft die sozialen und politischen sowie die wirtschaftlichen Zusammenhänge begreifen, die demokratische Verfassungsordnung verstehen und über die Absichten und Handlungen der Politik und Politiker so bescheid wissen, dass sie selbst daran teilnehmen können. Deshalb ist es wichtig dass die durch die Massenmedien weitergegebenen Informationen sachlich, vollständig und verständlich wie möglich sind. Nur so ist die Gesellschaft in der Lage das öffentliche Geschehen zuverfolgen.

Meinungsbildungsfunktion

„In der Demokratie sei allen am meisten damit gedient, wenn Fragen von öffentlichem Interesse in freier und offener Diskussion erörtert werden“ Die Möglichkeit hierzu geben die Massenmedien. Deshalb spielen die Massenmedien in der Meinungs- und Willensbildung eine bedeutende Rolle. Allerdings ist auch hier zu beachten, dass sich die einzelnen Meinungen nicht aus der wirklichen, sondern aus medialen Erfahrungen bilden. Gesellschaftliche Minderheiten kritisieren, dass kleine Interessengruppen zu sehr außer Acht gelassen werden und in den Massenmedien eine zu geringe Präsenz aufweisen. Sie fordern einen „anwaltschaftlichen Journalismus“ dessen Aufgabe es seien soll die Interessen der „Machtlosen“ zur Geltung zu bringen. Kritiker des „anwaltschaftlichen Journalismus“ sagen jedoch, dass durch ihn Interessengruppen mit Schlüsselposition an den Rand gedrängt werden. Es existieren in unserer Gesellschaft nun mal viele Interessengruppen die auch oft miteinander Konkurrieren, doch es ist die Aufgabe der Massenmedien diesen „Meinungspluralismus“ in ein angemessenes Verhältnis zu bringen.

Kritik- und Kontrollfunktion

Diese Funktion wird auch die „vierte Gewalt“ genannt, weil sie die Opposition in Kritik und Kontrolle unterstützen. Indem die Massenmedien Missstände aufspüren schützt sie die Demokratie vor Korruption und bürokratischer Willkür. Es gibt den Einwand, dass diese Art von Kritik dem Ansehen des Gemeinwesens schaden könne, doch es wird nicht dem Staat geschadet, sondern lediglich denjenigen der für die Missstände verantwortlich ist.

Parteien und Medien – Wer bestimmt die Politik?

Was spielt sich zwischen Parteien, Medien und dem Publikum wirklich ab? Wer bestimmt das Programm des aufnimmt und dadurch die öffentliche und auch die veröffentlichte Meinung beeinflusst. Das Publikum prägt also indirekt aber auch direkt die Agenda der politischen Akteure. politischen Handelns, also die Politische Agenda? Hierzu gibt es 3 Theorien mit jeweils einem Modell.

Das Top-Down-Modell

Dieses Modell geht davon aus, dass die politischen Akteure in Parteien und Regierungen mit ihren Entscheidungen die reale Welt beeinflussen, die Rückmeldungen aufnehmen und daraus die politische Tagesordnung formen, und sie anschließend an die Medien weitergeben, die sie schließlich an das Publikum vermitteln.

Das Top-Down Modell.jpg

Das Mediokratie-Modell

Dieses Modell erfasst, dass die Massenmedien selbst zu einem wesentlichen Teil die öffentliche Meinungsbildung und damit die politische Agenda beeinflussen. Sie nehmen die Rückwirkung von politischen Entscheidungen der echten Welt auf und spiegeln die Reaktionen zurück auf die Politik und das Publikum. Das bedeutet das die Medien eine riesengroße Macht und einen unvorstellbar hohen Einfluss haben.

DAs Mediokratie Modell.jpg

Das Bottom-Up-Modell

Dieses Modell setzt voraus, dass das Publikum selbst (die Wähler, die Bürger, die Öffentlichkeit, das Volk), die Probleme aus der Welt aufnimmt und dadurch die öffentliche und auch die veröffentliche Meinung beeinflusst. Das Publikum prägt also indirekt aber auch direkt die Agenda der politischen Akteure.

Das Bottom-up-Modell.gif

Rechtslage

Artikel 5 [Meinungs-, Informations-, Pressefreiheit; Kunst und Wissenschaft]

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. […]

Quellen

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