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POL.SYS.BRD/Medien zwischen Markt und gesellschaftlichen Aufgaben (Schwerpunktthema)

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Medien zwischen Markt und gesellschaftlichen Aufgaben

Die Medien werden nicht ohne Grund oft auch „die vierte Gewalt“ genannt, denn sie verkörpern neben der Gewaltenteilung von, judikativer, legislativer und exekutiver Gewalt, ebenfalls eine große Kontrollkraft, nämlich die der vermittelnden, wobei sie als Bindeglied zwischen Politik und Volk fungieren. Allerdings spielen sie dabei keine dem Gemeinwohl verpflichtete Rolle, sondern verfolgen oft ihre eigenen Interessen. Auf dieser Seite behandele ich daher den Zwiespalt in dem sich die Medien befinden, zwischen ihren Verpflichtungen dem Staat bzw. der Gesellschaft gegenüber und dem Einfluss den die Wirtschaft darauf nimmt.

Generelle Aufgaben und Pflichten der Medien

In der repräsentativen Demokratie stellen die Medien die Kommunikative Schnittstelle zwischen Politik und Gesellschaft dar. Dass heißt die Aufgabe der Medien ist es die politischen Vorgänge für das Volk, bzw. die Gesellschaft verständlich und transparent zu machen, über aktuelle Debatten und Entscheidungen zu informieren und diese kritisch zu kommentieren. Sodass sich jedes einzelne Individuum in unserer Gesellschaft ein Bild über die aktuellen politischen Geschehnisse machen kann. In der Umsetzung dieser allgemeinen Aufgaben sind die Medien zunächst einmal an gesetzliche Vorschriften wie z.B. den Rundfunkstaatsvertrag: [[1]], sowie an freiwillige Regeln des wie z.B. den Pressecodex gebunden und dazu aufgefordert diese einzuhalten. Dazu zählt vor allem die Pflicht zu einer ausgewogenen und objektiven Berichterstattung, ohne Fakten vorzuenthalten oder sie nach eigenem Interesse zu verdrehen, kurz gesagt: die ausdrückliche Trennung von Meinung und Nachricht.

Die gesellschaftlichen Aufgaben

Hauptfunktion der Medien ist es die Aufmerksamkeit auf aktuelle Thematiken zu lenken und das politische Interesse des Volkes zu wecken. Die Medienfreiheit bietet der Gesellschaft eine Auswahl an Meinungen und gewährleistet dadurch den "demokratisch- pluralitären Prozess der politischen Meinungs- und Willensbildung" (so das Grundgesetzbuch) der einzelnen Bürger, daher ist es überlebenswichtig für eine Demokratie, dass möglichst vielseitig, aus verschiedenen Quellen informiert wird. Dies ist auch der Grund warum die freie Meinungsäußerung sowie die Pressefreiheit und Informationsfreiheit, bzw. die Auskunftspflicht der Behörden gegenüber den Medien, bzw. ein Zeugnisverweigerungsrecht der Journalisten (welches nur bei schwerwiegenden Straftaten aufgehoben werden kann) im Grundgesetz Art. 5 als Grundrecht definiert sind. Welches die Medien unabhängig von staatlichen Eingriffen macht.


Der einzelne Bürger bezieht sein Wissen über die Politik seines Landes, im Wesentlichen über Fernsehen, Radio und Zeitung. Dass heißt er ist von den Informationen, die ihm die Medien bieten, abhängig um sich seine eigene Meinung zu dem Geschehen zu bilden und Position beziehen zu können. Politik ist damit auch immer mediale Konstruktion. Die Medien informieren jedoch nicht nur über die politischen Vorgänge sondern sorgen auch dafür, dass die in der Gesellschaft existierenden Meinungen, Erwartungen und Positionen öffentlich präsentiert werden und so auch die politischen Prozesse durch die Gesellschaft beeinflusst werden können. Das heißt durch die Medien wird eine Wechselwirkung zwischen Gesellschaft und Politik geschaffen, die von der Übermittlungsabsicht der Medien abhängig ist. Die Medien sind beeinflussbar, bzw. verfolgen meist unterschiedliche eigene Interessen. Dies können sowohl eigene politische Einstellungen sowie, marktwirtschaftliche oder auch finanzielle Interessen sein, die sich von den Interessen der jeweiligen Sponsoren ableiten lassen. Ein zentrales Problem ist auch, dass viele Medien versuchen Aufmerksamkeit auf dem Wege der Dramatisierung und des Sensationalismus zu erreichen doch dies hat oft den negativen Effekt, dass bestimmte Katastrophen oder Geschehnisse zu sehr in den Vordergrund geschoben werden, jedoch eigentliche Ursachen und Entwicklungen so nicht genug Aufmerksamkeit bekommen.

Schaubild der Beziehungen zwischen den Medien und den andern Akteuren:

In diesem Schaubild werden die Beziehungen zwischen den Medien und den auf sie Einfluss nehmenden Akteuren dargestellt - Copyright by Vivien Botin

Der Einfluss der Wirtschaft

Der wirtschaftliche Einfluss auf die Medien besteht hauptsächlich aus den Wünschen ihres Publikums und den Interessen ihres Unternehmers. Die zunehmende Wichtigkeit dieser ökonomischen Einflüsse zeigt sich im Bereich der Medien allein schon durch die Privatisierung des Rundfunks und durch die Zunahme der Programmfinanzierung durch die Werbung. Die Privatisierung der Medien bringt eine vergrößerte Abhängigkeit von den Einschaltquoten mit sich. Außerdem müssen die Medien für ihre Finanzierung konkurrenzfähig bleiben. So sind die Medien nicht nur an die gesellschaftlichen und gesetzlich festgelegten Aufgaben gebunden, sondern müssen sich in ihrem Programm zusätzlich den Wünschen ihres Unternehmers, sowie ihres Publikums anpassen. Dies betrifft vor allen Dingen die privatwirtschaftlichen Printmedien, während öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehsender wie ARD und ZDF zur gesetzlich festgelegten politischen Neutralität verpflichtet sind und als Informations-„Grundversorger“ der Bevölkerung dienen und somit dem Aufruf zur Objektivität und Ausgewogenheit folge leisten müssen. Dennoch können sich selbst diese Medien nicht völlig medienmarktwirtschaftlichen Prinzipien entziehen, sondern müssen neben der Vermittlung eines vorgegebenen demokratischen Leitbildes, bzw. neben der vielseitige Berichterstattung auch ihre gesellschaftliche Akzeptanz wahren.

Die Gesellschaftliche und Marktwirtschaftliche Aufgaben im Überblick:

Gesellschaftliche Aufgaben:

  • über politische Geschehnisse zu informieren
  • diese kritisch zu kommentieren
  • vielseitig und ausgewogen zu berichten
  • Aufmerksamkeit des Volkes gewinnen
  • Position der Gesellschaft publizieren
  • Hintergründe und Fakten zu erläutern um so politische Prozesse transparent zu machen
  • Die Trennung von Meinung und Bericht

Marktwirtschaftliche Aufgaben (Einfluss):

  • Interesse des Verlegers (Sponsor) zu beachten
  • Der Zwang sich an Einschaltquoten zu orientieren
  • Unterhaltungswünsche des Publikums zu beachten
  • Vom Markt bestimmte Gesetze der marktwirtschaftlichen Medien beachten
  • --> Konkurrenzkampf mit anderen Medien

Quellen

Auch bei Fandom

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