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Siebdruck

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Die Geschichte und der Ursprung des Siebdruckes

Die Entstehungsgeschichte des Buchdrucks (Erfindung Gutenbergs)und der Lithografie (Senefelder) wird in der
Geraldinekl.jpg

Bild im Pop-Art Style

Geschichte der Menschen und deren Erfindungen ziemlich genau verfolgt und beschrieben. Anders ist dies aber beim Siebdruck, bei dieser Druckform fehlt es an wichtigen geschichtlichen Details oder an einer Beschreibung der damaligen Pioniere. In amerikanischen Fachheften wurde die Entstehung zwar in simpler Form beschrieben, genauere Informationen, die später in Fachbroschüren oder Firmenheften zu finden waren, gingen größtenteils vergessen. Die wichtigsten Werke oder Infos der heutigen Zeit stammen von Claus W. Gerhardt (Deutschland 1974) und Elinor Noteboom (USA 1992.)

Der Siebdruck leitet sich von der Schablonentechnik her ab, die zu den ältesten künstlerischen Druckverfahren gehört. Schon in der Höhlenmalerei kannte man die Schablonentechnik, sie schablonieren ihre Hände, deren Umriss mit Hilfe eines Blasrohres und mit Pigmenten auf die Felswand aufgesprüht wurden. In den ersten Jahrhunderten unsere Zeitrechnung wurden im Mittelmeerraum aus Holz gefertigte Schrift- und Dekorationsschablonen eingesetzt. Um das 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich dann der Beruf des Schablonenschneiders und des Schablonendruckers. Während in Europa immer im Holzschnitt Heiligenbilder oder Spielkarten gedruckt wurden, stellten sie in Japan und China schon lange schmucke Stoffdekoration vor. Die Japaner verfeinerten ihre Katagami-Technik so das sie dem heutigen Siebdruck sehr nahe kamen. Schon im 17. Jahrhundert arbeite sie mit Papierschablonen, deren feine Motive durch Haare oder Seidenfäden gefestigt wurden. Später verbesserten sie sich durch ein mit zwei Lagen geöltem, zähen Maulbeerpapier. Zwischen diese wurde ein Netz aus feinsten Fäden geklebt, das wiederum auf einem Rahmen aus Karton, oder wie später auch auf Holz, befestigt wurde. Durch diese sehr aufwändige aber ähnliche Konstruktion wie heute wurde die Farbe mit einer Art Bürste durchgedrückt. Nach dem Ende der japanischen Isolation 1853 stellten die Japaner auf der Weltausstellung ihre Textile aus und wurden sehr dafür bewundert. Kurze Zeit später, begann man auch in England und Frankreich die mit Seide bespannten Holzrahmen und einer Schablone aus Papier für den Stoffdruck zu verwenden. 1907 ließ der Engländer Samuel Simon das Verfahren für sich patentieren. Die spätere Entwicklung fand vorallem in England und den USA statt, wobei letztere es mehr antrieben. Das Verfahren verbreitete sich an der Ostküste Amerikas und in Kalifornien. Etwas später wurde in San Francisco die Firma Velvetone gegründet, eine der ersten Firmen die grafische Siebdruck arbeiten (Plakate und Displays bedruckten). Anfangs wurde der Siebdruck in den USA nur zur Stoffdekoration und für die Schilderbeschriftung benutzt, bald aber auch im grafischen Bereich. Als künstlerisches Ausdrucksmittel fiel der Siebdruck als erstes den Amerikanern auf, dort werden aber schon seit 1930er Jahren Originalsiebdrucke ausgestellt und diese genossen zunehmende Anerkennung auf dem Kunstmarkt. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg nahm man auch in Europa den Siebdruck in der Kunstszene war. Drucker Poldi Domberger und der Maler Willi Baumeister waren wohl die wichtigsten Personen für den Kunstsiebdruck um den nach Europa zu bringen. In Frankreich war die Einführung des Siebdruckes sehr beliebt, da einige Künstler schon begonnen hatten, mit der Schablonentechnik zu arbeiten. Ein weiterer Boom erlebte der Siebdruck im Jahre 1960 durch den Einfluss der Pop-Artisten und das daraus entstandener neue künstlerische Arbeiten. Wichtige Künstler Harry Sternberg, Roy Liechtenstein, Andy Warhol, Robert Indiana, Nicholas Krushenik, Victor Vasarely, Josef Albers, R.B.Kitaj, Robert Rauschenberg, Richard Hamilton und viele andere. Mittlerweile ist der Siebdruck in der Künstlergrafik unverzichtbar und international gleichermaßen verbreitet und beliebt als Gestaltungsmittel.



Der für die Künstlergrafik eingeführte Begriff „Serigraphie“ sowie die englische Bezeichnung „silkscreen“ bezieht sich auf das ursprüngliche Bespannmaterial der Siebe (griech. Seri = Seide), das inzwischen durch synthetische Gewebe (Nylon, Polyester) ersetzt wurde.

Das Druckprinzip

thumb|300px|right|Der SiebdruckDer Siebdruck, früher auch als „Serigrafie“ bezeichnet, ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, dem Gummirakel, durch ein feinmaschiges, textiles Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedrückt wird (Durchdruckverfahren). An denjenigen Stellen des Gewebes, wo dem Bildmotiv entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, sind die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht worden. Die Druckform des Siebdrucks besteht aus einem Rahmen, der mit einem Gewebe bespannt ist. Auf das Gewebe wird fotografisch (bei künstlerischen Arbeiten manchmal auch von Hand) eine Schablone aufgebracht. Die Schablone verhindert an denjenigen Stellen des Druckbildes, die nicht drucken sollen, den Farbauftrag. Die Druckform wird in einer Druckmaschine über dem zu bedruckenden Material (Bedruckstoff) befestigt. Nun wird Druckfarbe auf das Gewebe aufgetragen und mit einer Gummirakel durch die offenen Stellen der Schablone auf den Bedruckstoff gestrichen (gerakelt). Es kann also immer nur eine Farbe gleichzeitig aufgetragen werden. Werden mehrere Farben gewünscht, so muss auch die Vorlage abgeändert werden, da ja meist nicht verschiedene Farben auf dieselbe Stelle des Motivs aufgetragen werden. Die zuletzt aufgetragene Farbe überdeckt auch die vorher aufgetragenen. Nach dem Druck wird das bedruckte Material der Maschine entnommen und zum Trocknen ausgelegt.


Druckverfahren

Bild 2.png

Druckmaschine

Im Siebdruckverfahren ist es möglich, viele verschiedene Materialien zu bedrucken, sowohl flache (Folien, Platten etc.) als auch geformte (Flaschen, Gerätegehäuse etc.). Dazu werden je nach Material spezielle Druckfarben eingesetzt. Hauptsächlich werden Papiererzeugnisse, Kunststoffe, Textilien, Keramik, Metall, Holz und Glas bedruckt. Das Druckformat kann im Extremfall mehrere Meter betragen. Ein Vorteil des Siebdrucks besteht darin, dass durch verschiedene Gewebefeinheiten der Farbauftrag variiert werden kann, so dass hohe Farbschichtdicken erreicht werden können. Im Vergleich zu den anderen Druckverfahren ist die Druckgeschwindigkeit allerdings relativ gering. Der Siebdruck wird hauptsächlich im Bereich der Werbung und Beschriftung, im Textil- und Keramikdruck und für industrielle Anwendungen eingesetzt. Der Siebdruck wird neben dem Hochdruck, dem Tiefdruck und dem Flachdruck (Offsetdruck) auch als Durchdruck bezeichnet, da die druckenden Stellen der Siebdruckform farbdurchlässig sind. Der Siebdruck gilt historisch gesehen als viertes Druckverfahren.

Auf welche Materialien wird gedruckt

Im Siebdruckverfahren ist es möglich, viele verschiedene Materialien zu bedrucken, sowohl flache (Folien, Platten etc.) als auch geformte (Flaschen, Gerätegehäuse etc.). Dazu werden je nach Material spezielle Druckfarben eingesetzt. Hauptsächlich werden Papiererzeugnisse, Kunststoffe, Textilien, Keramik, Metall, Holz und Glas bedruckt. Das Druckformat kann im Extremfall mehrere Meter betragen. Ein Vorteil des Siebdrucks besteht darin, dass durch verschiedene Gewebefeinheiten der Farbauftrag variiert werden kann, so dass hohe Farbschichtdicken erreicht werden können. Im Vergleich zu den anderen Druckverfahren ist die Druckgeschwindigkeit allerdings relativ gering. Der Siebdruck wird hauptsächlich im Bereich der Werbung und Beschriftung, im Textil- und Keramikdruck und für industrielle Anwendungen eingesetzt. Der Siebdruck wird neben dem Hochdruck, dem Tiefdruck und dem Flachdruck (Offsetdruck) auch als Durchdruck bezeichnet, da die druckenden Stellen der Siebdruckform farbdurchlässig sind. Der Siebdruck gilt historisch gesehen als viertes Druckverfahren.


Materialien

  • Formteile
    Siebdruck.jpg

    Siebdruck

  • Schreibgeräte
  • Schaumstoffteile
  • Textilien
  • Verpackungen
  • Kunststoff
  • Kunstleder
  • Holz
  • Metall
  • Glas
    Siebdruck-tischi.jpg

    T-Shirt

  • spezielle Kundenmaterialien
  • Tafeln, Plakate
  • Displays
  • Spannbänder
  • Aufkleber
  • Etiketten
  • Großformatdrucke 1300 x 3000 mm, Großauflagen 700 x 1000 mm, 1000 x 1500 mm
  • Kunstserigraphie
  • Sicherheitsetiketten
  • Werbeaufkleber
  • technische Schilder & Aufkleber
  • Hinweisschilder
  • Warnschilder
  • Leistungsschilder
  • Typenschilder
  • Containerbeschriftungen
  • Fahrzeugbeschriftungen
  • Schaufensterbeschriftungen
  • Abziehbilder

Quellenverzeichnis

http://www.silkscreenhistory.com/vorlauf/offen.html

http://www.silkscreenhistory.com/index.html

http://www.industrystock.de/html/info-de-638-produkte-Siebdruck.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Siebdruck

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